Von Khorog bis Layangar

 

Kaum hatte ich gestern noch geprahlt dass ich bisher vom flotten Otto verschont wurde, gings gestern Abend auch schon los. Aber alles halb so schlimm. Immodium, Cola und Salzstangen helfen gut.

 

Um 7 Uhr gings dann los. Wollte immerhin 230km weit kommen und das bei eher schlechten Straßen.

Die ersten 150km gings dann auch sehr gut. Geteerte Straße (überwiegend) und nicht all zu viel Schlaglöcher.

Dann änderte sich aber das Bild.

Waschbrettpiste mit abwechsend groben Steinen, Kies und Sand.

Die Kollegen sagten mir schon dass man auf der Waschbrettpiste schneller als 60km/h fahren muss um darüber hinweg gleiten zu können.

Stimmt!

Aber ich konnte nur selten so schnell fahren, da die Piste immer wieder von Schlaglöchern, frisch aufgefülltem Kies und Sand unterwandert war.

 

Das schlimmst dabei für mich war der Sand. Ich musste durch 2 Passagen mit richtig tiefem Sand.

Promt bin ich bei der ersten auch schon stecken geblieben und umgefallen.

Das Dumme dabei war das ich meinen rechten Fuß zwischen Seitenkoffer und Sand eingeklemmt hatte. Konnte mich von selbst also nicht so einfach befreien.

Als ich angefangen hatte meinen Fuß auszubuddeln kam dann aber auch Hilfe. So war es kein Probelm mich und das Motorrad zu befreeien.

Bei der nächsten Sanddüne dachte ich mir ich fahr jetzt langsamer. Ging auch gut bis kurz vor Schluss. Dann das gleiche wieder. Allerdings hatte ich neine Füße rechtzeitig in Sicherheit gebracht.

Also tiefer Sand und ich auf dem Motorrad werden hier wohl keine Freunde.

 

Zu allem Überfluss merkte ich kurz vor dem Ziel das ich mein Zelt und meine Handschuhe verloren habe.

Der Spanngurt auf dem Koffer ist wohl gerissen. So ein mist.

Also umdrehen und suchen.

Das Zelt wurde 5km zurück gerade von 2 Frauen eingepackt und mir freudig überreicht. Die Handschuhe fand ich dann noch einen km weiter zurück.

Toll das ich alles wieder habe, auch wenn ich jetzt 12 km Umweg in Kauf nehmen muss.

 

Schließlich bin ich doch am Homestay angekommen. Wurde mir empfohlen.

Na ja, da will ich mich nicht weiter auslassen. War halt ein Bett und was zum essen hab ich auch bekommen.

Bei der ersten Sandberührung habe ich mir wohl mein Knie etas verdreht.

Jedenfalls schmerzt es ziemlich.

Mal sehen wie es Morgen weiter geht.

 

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© Stefan Leuthe