Von Murgabe bis Osh

 

Eigentlich wollte ich ja heute nur bis Satytash (230 km) fahren, bin dann aber doch bis Osh gedüst (430km).

 

Wieder mal früh aufgestanden und um halb acht auf dem Moped gesessen.

Die Straße war kurz noch gut, dann aber wieder gewohntes Bild. Ungeteert, Schlaglöcher, Sand.

Erstmal auf den höchsten Pass am Pamyrhighway mit 4650m. Mann, da oben ziehts ganz ordentlich.

Aber viel weiter runter gehts dann auch nicht. Bin immer so fast auf 4000m gefahren.

Irgendwann hab ich dann meine Daunenjacke noch vor die Brust gestopft, weils mir einfach da zu kalt war.

 

Die Aussicht ist aber einfach fazinierend. Immer wieder aufs neue diese Mondlandschaft mit dem blauem Himmel.

 

Dann kommt der Karakul-Lake. Tiefblau schimmert er schon von der Ferne. Links ist dann der Pik Lenin mit seinem Gletzscher zu sehen. Ein toller Anblick.

Bin kurz zu See runtergefahren, war aber weiter nicht interessant für mich.

Bemerkensert war da schon eher das ich in Karakul selbst einfach keinen kleinen Supermarkt fand. Wurde von einer Gasse zur nächsten geschickt, aber nirgends gab es was zum trinken zu kaufen.

 

Egal. Dann halt weiter. Noch 20km bis zur Grenze.

 

An der Tadschikischen Grenze war dann alles easy. 5 min hat das gedauert. Hab zuerst gar nicht gecheckt dass das die Grenze ist. Alles etwas einfach.

 

Good bye Tadschikistan:

Aus deinen Bewohnern bin ich nicht ganz schlau geworden. Überall wurde ich freundlich empfangen und an Hilfsbereitschaft mangelt es auch nicht. Irgendwie hatte ich trotzdem das Gefühl das die Menschen aber sehr verschlossen sind.

Na ja, vielleicht liegt das ja auch an mir.

 

Pamir Highway - habe fertig

Mein persönliches Fazit:

Am Anfang und am Ende fand ich ihn wirklich atemberaubend. Da konnte ich es auch so richtig genießen. Die Schlechwegstrecken zwischen drin brauche ich nicht noch mal. Offroad-Straßen, zumindest über solche lange Strecken, machen mir nicht wirklich Spass.

 

Hello Kirgisistan

Kirgisische Grenze dauert dann schon länger. Immr schön einer nach dem anderen. Egal ob rein oder raus.

Hat ne gute Stunde gedauert. Sch..-Egal.

 

Bis Sarytasch dann zwar Teerstrecke, aber immer wieder viele Schlaglöcher.

Da dachte ich schon ich muss wohl doch dort übernachten.

Hätte aber bedeutet noch eine Nacht über 3500m Höhe und in einem Homestay.

 

Also beschloss ich nach Osh weiter zu fahren. Auch wenn mein Navi dann als Ankunftszeit 19 Uhr berechnet hat.

 

Was soll ich sagen.

Kirgisistan ich liebe Dir jetzt schon.

Die 200km bis Osh sind wirklich ein Highlight.

Traumhaft Landschaft

Traumhafte Pass- und Landstraßen (vergleichbar mit europäischen Standard).

200km nur Kurven und Pässe - Toll - Wie im siebten Motorradhimmel und dazu noch wenig bis kein Verkehr.

 

Allerdings gibt es ein paar kleine Einschränkungen. Mit Pferden, Kühen oder Ziegen auf der Straße ist immer zu rechen. Das ist hier normal.

Zudem haben sie auf den Landstraßen immer wieder mal so Senken mit Betonplatten eingebaut. Auch dass musst du vorsichtgig sein.

 

Was solls - ich hab für die 200km nicht mal 3 Stunden (inkl. 2 Raucherpausen) gebraucht. Das sagt, glaub ich schon viel aus.

 

In Osh angekommen war ich aber ziemlich fertig. Seit fast 12 Stunden auf dem Motorrad.

Aber gutes Hotel gefunden und jetzt sind erst mal 3 Ruhetage eingeplant, bevor es weiter geht.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Stefan Leuthe