Von Osh noch Kashgar

 

Jaaaaa, habs geschafft. Bin endlich in Kashgar angekommen.

Ganz schön aufregender Tag.

 

Morgen gibts mehr davon, hier ist jetzt nämlich schon nach Mitternacht. Die haben hier die Peking-Zeit, also 6 Stunden voraus. Wird aber ein langer Text, weil es einfach viel zu erzählen gibt.

 

Also Motorrad ist angesprungen und los gings.

Die Strecke von Osh bis Sary Tash war mir ja schon bekannt. Die ersten 50km wieder langweilig, aber dann gings  ab in die Berge.

Schöne Strecke mit 2 Pässen und vielen schnellen Kurven. Aber wie gehabt, immer mal wieder eine Schaaf-, Kuh-, oder Pferdeherde die über die Straße getrieben wird.

Bleibt also dabei - immer bremsbereit.

 

Die Einfahrt nach Sary Tash ist immer wieder ein Erlebnis. Wenn Du den letzten Pass herunterfährst, hast du einen tollen Blick auf den Pik Lenin und die anderen schneebedeckten 6000er.

 

Ab Sary Tash wird es dann noch eindrucksvoller. Fahrt auf einer Hochebene von 3500m und rechts immer die Gletzscher im Blick.

Einfach gigantisch.

 

Die Straße ist auch gut, da von den Chinesen gebaut und gewartet.

 

Dann Grenzübergang Kirgissistan. 90min warten, weil gerade Mittagspause ist.

Danach ging aber alles recht schnell und problemlos.

 

Liebe Kirgisen, ihr habt ein wirklich schönes Land mit toller Natur. Die Menschen sind mir meißt freundlich und hilfsbereit begegnet. Aber nach 2 Wochen bin ich froh auch wieder was neues zu entdecken.

 

Nach ca 20km kommt dann der erste chinesische Kontrollposten.

Wieder ein Stück weiter dann die erste Grenzkontrolle.

Vorbei an ca 5km Lastwagenschlange zum Grenzposten.

Motorrad abstellen, Gepäck abladen, alles auspacken und den Beamten zeigen, durch die Sicherheitsschleuße und dann wird noch das Motorrad gescannt. Sieht aus wie ein rießiges CT (da müssen auch alle Lastwagen durch).

In der Halle hab ich dan auch Taher, meinen chinesischen Guide getroffen.

Ich glaube der hat die Abfertigung dann auch etwas beschleunigen können. Zumindest haben sie meine Koffer am Motorrad nicht durchsucht.

 

Dann weiter zur 2. Grenzkontrolle. Die liegt ca 80km von der ersten entfernt.

Dazwischen kommen aber noch 2 Polizeikontrollen die den Pass nochmal checken.

Dort angekommen, erstmal Desinfektion fürs Motorrad (damit auch ja keine ausländischen Keime einfeführt werden). Dabei wird über Sprühdüsen, Desinfektionsmittel gesprüht. Sauber ist es allerdings dadurch auch nicht geworden.

Jetzt wieder das gleiche Spiel wie bei der ersten Grenzkontrolle. Alerdings ging es diesmal, Dank des Einsatzes von Taher, deutlich schneller.

Das Motorrad muss ich an der Grenze zurücklassen, denn jetzt wird erstmal die Registrierung eingeleitet. Dazu werden die Daten nach Kashgar, dann nach Peking weitergeleitet. Erst wenn Peking die Genehmigung erteilt und diese dann an der Grenze vorliegt, bekomme ich das Motorrad wieder.

Wenn ich Glüch kab (und mit Tahers Einsatz) ist das Morgen. Wenn ich Pech habe, erst am Montag. So lange sitzte ich hier in Kashgar dann fest.

 

Die Grenze liegt 100km vor Kashgar. Also ab in Tahers Auto und dorthin gefahren.

Hotel war schon gebucht. Ein chinesisches 4 Sterne Hotel. Na ja, wenigstens sind die Zimmer großzügig und sauber.

 

Um 22 Uhr dann noch schnell duschen und was essen (Fisch mit Reis und Gemüse)

 

Kommunikation nach außen ist ja bekanntermaßen schwierig in China. Meine HP geht, aber nix mit Google, Skype, Faceboock oder Microsoft.

 

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Stefan Leuthe