Von Kashgar nach Taxkorgan.

 

Endlich gehts wieder aufs Moped.

 

Ein wahrlich anstrengender und abwechsunglsreicher Tag.

 

Pünktlich um 9 Uhr gings erst mal auf den Animal Markt. Dort kommen Käufer und Verkäufer aus einem Umkreis von bis zu 2000 km zusammen um ihr Vieh zu verkaufen oder eins zu kaufen.

Sehr interessant, aber nun so überhaupt nicht meins.

Wenn ich schon sehe wie das Vieh dort eingepfercht oder angebunden ist, vergeht mir alles. Ist zwar sicherlich besser als die Massentierhaltung , aber auch nicht gerade artgerecht.

Also war ich nach 20min Rundgang dort auch schon fertig.

 

Weiter 80km über eine langweilige Landstraße, meinem Guide hinterher. Dort ist max. 60 erlaubt. Da aber hier Abschnittsmessungen durchgeführt werden, war größtenteils 50 angesagt. Wahnsinnig langweilig.

Dazwischen natürlich immer wieder Polizeikontrollstationen.

So viel Polizei wie hier hab ich noch nirgends erlebt.

 

Dann aber gings ab in die Berge. Kurz vorher gab mir mein Guide grünes Licht dass ich jetzt alleine fahren kann, so schnell ich will (bis zur nächsten Polizeikontrolle waren das immerhin fast 100km).

 

Was soll ich sagen, einfach genial. Superschöne Aussicht, gute und kurvenreiche Straßen. Einfach genial. Dazu immer wieder die schneebedeckten Grletscher.

Die Straße geht dann bis auf 4000m hoch, da wird es doch ganz schön kalt.

 

Am Karakol See (der kleine chinesiche) waren dann leider die beiden Bergrießen (über 7500m) in den Wolken versteckt.

Trotzdem immer wieder ein erhabener Anblick.

 

Das letzte Stück dann wieder übersät von Kotrollen, Polizisten am Straßenrand und Straßenpollern (Bodenschwellen) zur Geschwindigkeitsreduzierung. Da musst Du immer auf alles gefasst sein. Auch ein paar Kamele waren mal nicht gleich bereit für mich die Straße freizugeben.

 

In Taxkorgan angekommen gings dann erstmal zu 2 Behörden um Benzin zu bekommmen. Irgendwie hat es aber alles nichts genutzt. an der Tankstelle war nix zu bekommen. Blieb also nur die Betankung aus dem Autotank vom Guide.

 

Zum Abendessen dann Nudeln mit Gemüse (eine Uigurische Spezialität). War aber nicht sonderlich gewürzt, also eher lasch.

 

Egal, Morgen gehts dann endlich nach Pakistan.

 

Manchmal hat man hier das Gefühl im Käfig zu sitzen. Bei all dem Stacheldraht, Gittern, Blockaden und Polizisten.

 

 

 

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© Stefan Leuthe