Von Gulmit nach Gilgit

 

Was für ein herrlicher Tag.

In der Früh schon bei Sonnenschein aufgestanden. Nach dem Frühstück ab aufs Moped.

Gleich hinter Gulmit kommt die Stelle wo der alte Highway vom Fluss überflutet wurde. Da mussten dann alle Fahrzeuge per Boot über den Stausee transportiert werden.

Leider hatte ich dieses Abenteuer nicht mehr, da die Chinesen bereits eine neue Straße und Tunnels gebaut haben. Die Schiffer sind dadurch aber arbeitslos geworden.

 

Ein paar km weiter dann der absolute Hammer. Du fährst um die nächste Kurve und plötzlich ragt er vor dir in die Höhe. Der Rakaposhi. Mit fast 7800m nicht gerade ein kleiner. Umrahmt von einem gewaltigen Gletzschermassiv.

Das ganze dann noch Wolkenlos.

Du fährst durch die belebten Ortschaften immer mit dem phantastischen Bergblick.

 

Das war für mich absolutes Gänsehaut-feeling

Unbeschreiblich schön.

 

Meine Mitttagspause dann in einer kleinen Bar dirkt am Fuße des Rakaposhi. Da sitzt du dann mit deiner Cola im Baumschatten und blickst voller Bewunderung auf den Berg der  6000m vor dir in die Höhe ragt.

Da kommt dann schon ein bisschen Demut und Dankbarkeit in mir hoch.

 

Die Pakistanis sind unglaublich freundliche Menschen. Bin bisher zwar nur Männern begegnet (das ist hier so üblich, Frauen sind so gut wie gar nicht auf der Straße zu sehen), aber ich habe keinen getroffen der nicht überaus freundlich und hilfsbereit war. Alle wollen dich gleich zum Tee oder Essen einladen. Die Gastfreundschaft ist hier wirklich ehrlich und ohne Hintergedanken, auch wenn wir uns das in unserem Kulturkreis nur schwer vorstellen können.

 

Da es nach Gilgit nur ca 130km waren, konnt ich die Fahrt und die Aussicht heute in vollen Zügen genießen. Kurvenreiche Strecke und herrliche Bergwelt, da geht das Motorradfahrer-Herz weit auf.

 

In Gilgit hab ich mir dann ein tolles Hotel geleistet.

Das Gilgit Serena.

Ist zwar nicht billig, aber schon der Blick vom Balkon auf den Rakaposhi ist jeden Euro wert.

Ein absolutes Top Hotel mit einem Traumhaften Ausblick.

 

Die ganzen Eindrücke hier kann man schwer beschreiben. Ich glaub so was muss man mit eigenen Augen sehen. Kann ich jedem nur empfehlen.

 

Nachmittags wollte ich mir dann noch Gilgit selbst ansehen. Liegt ca 10 km vom Hotel entfernt. Also rein mit dem Taxi.

Ein absolutes Chaos an Verkehr, Geschäftewirrwar und Menschenansammlungen. Wohl ein kleiner Vorgeschmack auf Indien..

 

Der Taxifahrer der mich zum Hotel zurückbrachte sprach zwar nur gebrochen englisch, aber ich war gleich sein Bruder. Er wollte noch meine Whats-App Nummer und mich dann auch zum essen einladen. Leider hatte ich schon gegessen und morgen fahr ich ja weiter.

Am Hotel angekommen wollte er nicht mal Geld für die Fahrt. Von einem Bruder nimmt er kein Geld, wwar sein Argument. Konnte ihn dann aber doch überzeugen dass er den vereinbarten Fahrpreis annimmt um seine Umkosten zu decken.

Nur mal so ein kleines Beispiel der Freundlichkeit hier.

 

Mein bisherig Planung für den Karakorum Highway hab ich jetzt verworfen. Ich fahr einfach jeden Tag so lang ich Lust hab und wo es schön ist, da bleibe ich dann.

Hier ist nicht planen, sondern erleben und genießen angesagt.

 

Heute ist übrigens Halbzeit meiner Reise. Ich habe bisher viel erlebt, aber der Tag heute war das Sahnehäubchen.

 

Die Videos seit China habe ich auch noch hochgeladen.

Also guckst Du evtl. nochmal ab Tag 41

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© Stefan Leuthe