Von Gilgit nach Naran

 

Nach augiebigem Frühstück gings heute gemütlicher los als meißtens. Hatte ja Zeit. Wollte nur so ca 250km fahren.

 

Schon ca. 30km nach Gilgit kam dann das nächste Highlight für mich. Die Sicht auf den Nangar Parbat. Mein erster 8000er den ich live sehe. Toller Anblick. Allerdings erscheint er nicht so imposant wie der Rakaposhi, weil er deutlich weiter von der Straße entfernt ist.

Egal, dennoch ein tolles Erlebnis.

 

Habe dann noch zwei junge Österreicher getroffen, die mit dem Rad unterwegs sind nach Australien. Echt coole Burschen.

 

Bis zur Raikot Bridge ist der Karakorum gut ausgebaut. Dann allerdings wird die Straße deutlich schechter. Immer wieder Erdrutsche und Offroad Abschnitte.

 

Kurz vor Chilas dann eine Polizeikontrolle. In Pakistan nix aufregendes, im Gegensatz zu China. Dort zweigt aber eine kleine Nebenstraße vom Karakorum Highway ab. Auch die netten Polizisten hatten mir versichert das die Straße gut und ungefährlich ist.

Zudem hab ich da noch eine sehr nette Hamburgerin mit ihrem Guide getroffen. Die wollten auch den Weg nehmen.

 

Der N15 führt durch ein wunderschönes Tal, das am Anfang noch karg ist, dann aber immer grüner wird.

Die Straße war ganz okay, bis auf einige Erdrutsche. Zwei davon müssen erst kürzlich passiert sein, da sie gerade freigeräumt wurden.

Wenn ich da durchfahre kommt mir schon manchmal der Gedanke das so ein Erdrutsch ja auch mal direkt bei mir passieren kann. Aber hey, no risk no fun.

 

Dann hat mich an einem Pass zum erste Mal auf meiner Reise der Regen erwischt. Hatte aber Glück das ich gleich eine kleine Kneipe gefunden hab, wo ich das Moped unterstellen konnte. Die Leute sind wirklich unglaublich gastfreundlich. Ich hatte nichts bestellt, aber wurde sofort an einen Tisch gewunken und genötigt ein paar Weintrauben zu probieren.

Mach das mal bei uns - da wirt du bestenfalls aufgefordert was zu bestellen.

 

Die Pässe hier haben es echt in sich. Steil, sehr enge Kehren und dazu einen glatten Asphalt. Da macht das Kurvenfahren nicht immer Spass.

 

In Naran hab ich dann die Hamburgerin mit ihrem Guide und dem Fahrer wiedergetroffen. Die machten gerade Pause in einem Gartenrestaurant. Wurde wieder eingeladen eine Kleinigkeit mitzuessen.

 

Die haben mir dann empfohlen noch etwas weiter zu fahren, da Naran sehr teuer ist.

Ca. 30 km außerhalb sei ein gutes Hotel.

Sie begleiteten mich auch dorthin. Der Fahrer ist abgebraust wie wenn der Teufel hinter ihm her wäre. Dabei wars doch nur ich. Sehr abenteuerlicher Fahrstil.

 

Am Hotel dann angekommen hat mir der Guide einen guten Preis rausgehandelt. Gab zwar kein Internet, kein Telefonempfang, kein Warmwasser und Strom erst ab 18 Uhr, aber sonst war es ganz ok.

 

Die anderen sind dann weiter nach Rawalpindi gefahren, das wäre mir aber zu weit gewesen. Noch mal 5 Stunden Fahrt brauch ich wirklich nicht.

 

Abendessen war dann auch etwas spärlich. Pommes, sonst nix.

 

Da ich der einzige Gast war und auch nix tun konnte, hab ich zu erstenmal auf meiner Reise sogar den Fernseher eingeschaltet.

 

 

 

 

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© Stefan Leuthe