Von Vehari nach Lahore

 

Um 8 Uhr wollten mich die Jungs von der Spezial-Einheit der Polizei eigentlich vom Hotel abholen.

Um 9 Uhr waren sie dann endlich da.

Dann gings los. Ich mit dem Moped vorne weg und die Polizei mit Blaulich und Sirene hiterher.

Eigentlich darf man hier mit dem Moped nur 80 fahren, aber die Jungs sind mir immer dichter aufgefahren, so dass wir mit 110 über die Langstraße gebraust sind und mit 80 durch die Ortschaften.

Kam mir vor wie im Film "The Fast and Furious".

 

In jedem Bezirk hab ich aber dann eine neue Eskorte bekommen.

Die zweite war auch noch ganz ok, aber die anderen waren dann drauf bedacht das ich nur max. 90km/h fahr. Wie langweilig.

 

Insgesammt waren es 6 verschiedene Eskorten.

Wobei die  Anzahl der Polisisten (zuerst waren es sechs) und die Waffen immer spärlicher wurden. Dieletze, kurz vor Lahore bestand aus 2 Polizisten auf dem Motorrad.

Die waren aber nach ca. 1 km plötzlich nicht mehr im Rückspiegel zu sehen.

War ihnen wohl zu schnell.

Egal, ich bin dann einfach in meinem Stil weiter ins Hotel gefahren.

Die beiden hab ich nicht mehr gesehen.

 

Dazu muss man wissen, das es heute ziemlich heiß war. Hab in der Früh schon bei 30 Grad mächtig geschwitzt als ich das Motorrad beladen hab.

Das wurde untertags nicht besser. Das Termometer stieg bis auf fast 40 Grad.

Da hast du irgendwann keine Lust mehr auf irgendwelche Polizisten zu warten.

 

Nachdem das letzte Hotel in Lahore so teuer war, hab ich mir heute was bescheideneres ausgesucht. 3 Sterne, na ja.

Also Klimaanlage geht, Bier gibts immer noch keines, Internet geht ab und zu und zum Essen gabs heute mal zur Abwechslung Reis mit Gemüse.

Die  Speisekarte hier besteht sonst nur aus Chicken - UND ICH MAG KEIN CHICKEN.

Also bleibt nur der Reis, wie gestern Mittag und gestern Abend. Wobei der gestern Abend bei Abdul deutlich leckerer war.

Ich werd noch voll zum Schlitzauge hier.

 

Das Video ist nur interessant wenn ihr auf den rechten Rückpiegel achtet. Da fährt die Polizei mit Blaulicht und Sirene hinter mir her.

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© Stefan Leuthe