Von Kiew nach Kursk

 

Wer gestern schon die Seite vom Tag 5 gelesen hat, bitte noch mal lesen. Hab noch was ergänzt.

 

Bin  um sechs aufgestanden, da das frühe aufbrechen viele Vorteile hat.

Nach kurzem Frühstick und schweißtreibendem Motorrad beladen (bin danach immer schweißgebadet und das schon in der Früh), gings dann los.

Bin gut vorangekommen, allerdings irgendwann mal in die falsche Richtung gefahren. Mein Navi hatte eine andere Route geplant als ich. Heißt, 100km Umweg auf Ukrainischen Landstraßen (geteerten Holperpisten). War aber eine willkommene Abwechslung.

 

Um etwa halb zwei war ich dann trotzdem nahe der Russischen Grenze. Kurz noch überlegt ob ich es wirklich wagen soll heute diese noch zu passieren (hab schon von Wartezeiten bis zu 8 Stunden gehört.

Da die Alternative aber ein kleiner Ort an der Grenze gewesen wäre, hab ich es doch in Angriff genommen.

Die Anfahrt ist schon erlebnisreich. Schlaglochpiste.

Dort angekomen waren nur 3 Autos vor mir. Kleiner Grenzübergang.

Die Ausreise aus der Ukraine dauert aber dann schon mal 1 Stunde (warum auch immer).

Dann die Russische Seite.

Konnte gleich mit dem Motorrad zu einem der Zollhäuschen fahren.

Passkontrolle - ging fix

Motorrad- und Austrüstungscheck - ging auch fix.

Hatte mich schon gefreut das alles so schnell geht -Aber dann.

Zollerklärung ausfüllen - war nicht korrekt, also nochmal.

Die Dame war ja freundlich, aber es hat dann immer noch 1 Stunde gedauert bis sie alle Papiere 10x geprüft hat, 10 mal im Computer eingegeben hat und ihre 10 Formulare abgestempelt und abgeheftet waren. Hab ihr dabei zugesehen - Sie war nicht langsam dabei.

Was für eine Bürokratie.

Aber endlich geschafft - Bin in Russland

 

Liebe Ukrainer,

leider hab ich nicht viel von euren Sehenswürdigkeiten gesehen, aber ich bin warrmherzigen, offenen und freundlichen Menschen begegnet und konnte zwei eurer schönen Städte erleben

 

Bis Kursk ging dann alles gut - hab mich wie immer an einheimische Fahrer angehängt.

Nach fast 11 Stunden und ca 650km war ich dann in Kursk.

Schnell ein MC Donalds gesucht(die haben immer freies WLAN) um ein Zimmer zu suchen.

Plötzlich spricht mich jemand auf deutsch an - "Ein Augsburger".

Das war Carlo mit seiner Tochter Fabienne und Sohn Flavio. Die drei Schweizer waren mit ihren Motorrrädern in Kasachstan und sind gerade auf der Rückreise. Carlos Motorrad ist kaputt und deshalb machen sie hier Station.

Ich war froh mich mal wieder auf deutsch unerhalten zu können und sie gaben mir auch gleich die Adresse ihres Hotels.

Also ab ins Hotel - Zimmer ohne Klima, aber dafür war der Badheizkörper glühend heiß - Die Handtücher müssen ja trocknen wurde mir erklärt.

Egal- mit den dreien noch ein oder zwei Bier getrunken - eine nette Unterhaltung geführt - dann ab ins Bett - war super müde.

 

 

 

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© Stefan Leuthe