Von Kargil nach Srinagar

 

Der Tag heute fing ganz gut an.

Nach dem Frühstück rauf aufs Moped und ab Richtung Srinagar.

Das sind nur 200km, also kein Stress.

Der erste Abschnitt war auch relativ relaxt zu fahren. Fast wie gestern, allerdings waren die Straßen nicht ganz so gut.

Immer am Dras-Fluss entlang.

Dann gings auf den Zoji La. Der hat es wirkich in sich.

Übersetzt heißt das so viel wie Pass der drei Dämonen oder auch Pass des Todes (haben mir zumindest die Einheimischen hier erzählt).

Die Auffahrt ging noch ziemlich gut, da ich eh schon auf einer Hochebene war.

Die Abfahrt ist dann der reinste Graus. Zumindest an einigen Stellen.

Viel wurde schon durch breitere Stellen entschärft, aber es geht immer noch 800m steil bergab. Ohne Leitplanken versteht sich.

Immer wieder sind hier auch Engpässe wo gerade ein LKW Platz hat.

Da musst du echt aufpassen und liebe mal abwarten.

Das schlimmte ist aber wenn dir ein LKW entgegen kommt und auf deiner Höhe dann Gas gibt.

Da bist du in einem Mischung aus Staub- und Rußwolke und für einige Sekunden blind.

Gott sei Dank sind die mir meißtens begebgnet als ich auf der Berg-Seite fuhr, ansonsten kanns echt eng werden am Abgrund.

Auf halber Höhe ist der Spuk dann vorbei und es gibt wieder ein breite Teerstraße.

 

Unten brauchte ich dann dringend eine Pause um mir den ganzen Staub und Ruß abzuwischen.

 

Nach 5 Stunden bin ich aber dann in Srinagar angekommen. Das liegt am Dahl-See.

Mein Hotel war natürlich nicht da wo mich mein Navi hinführte, sondern auf der anderen Seeseite.

Die feiern hier auch dieses Muslimische Fest, deshalb war die Zufahrtsstraße zu meinem Hotel gesperrt. Es dauerte eine halbe Stunde bis mich der Polizist endlich passieren ließ.

Hatte mir ein Hausboot als Bleibe ausgesucht. Das zu finden ist aber nicht so einfach, da es hier Hunderte davon gibt. Meins sollte am Pier Nr.7 sein. Da diese Hausboote aber nicht an der Straße liegen, muss man mit einem Ruderboot dorhin gebracht werden. Von meinem ausgesuchten Hausboot war da aber niemand. Also hab ich einfach den nächst besten Kahn genschnappt und auf irgendein Hausboot schippern lassen.

Ist jetzt nicht schlecht, aber auch nicht das was ich mir vorgestellt hab.

 

Deshalb gehs morgen auch weiter Richtung Dharhamshala.

Mal sehen wie weit ich komme.

 

 

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© Stefan Leuthe