Von Pokhara nach Kathmandu

 

Jaaaaaaaa - geschafft.

Bin am Ziel angekommen.

 

Der letzte Fahrtag war aber noch ein hartes Stück Arbeit.

 

Um 7 Uhr bin ich schon losgefahren. Waren immerhin 430 km zu bewältigen.

 

Der Siddhartha Highway  war einfach toll zu fahren. Anfangs noch Wolken, aber das war eher positiv, weil kühler.

Wunderbare Straße und herrliche Umgebung. Da macht das Fahren gleich wieder richtig Spass.

Hab für die 160km dann auch nur 4 Stunden (mit obligatorischen Zigarettenpausen) gebraucht. Was ziemlich schnell ist für die kurvenreiche Straße (könnt ihr euch mal in Google Maps ansehen.

 

Nach Butwal gings dann auf einer Landstraße weiter. War zwar schwüler als in den Bergen, aber auch hier wieder eine wundervolle Landschaft. Hat etwas von Dschungel und Mystik.

 

Kurz vor Hetauda ist dann was pasiert, was ich bisher gut vermeiden konnte.

Ich fuhr so gemütlich mit 60 km/h durch eine größere Ortschaft, als plötzlich ein Mopedfahrer links vor mir nach rechts steuert. Ohne in den Rückspiegel (der ist hier eh nur Zierde) oder zu blinken, versteht sich.

Hab noch versucht nach rechts auszuweichen, aber hab ihn mit dem linken Koffer erwischt.

Ich konnte mein Motorrad gerade noch abfangen, aber er lag auf der Straße.

Glücklicherweise kein Personenschaden.

Allerdings hat es durch den Zusammenstoß meinen linken Koffer weggerissen.

Ihr könnt euch sicherlich vorstellen wie ich geflucht hab. 100km vor dem Ziel so ein Scheiß.

Erstmal den jungen Mopedfahrer zusammengepfiffen, dann den Kofferinhalt eingesammelt und den Koffern notdürfitg mit Spannband (gut das ich noch eines überig hatte) am Halter wieder befestigt. Hunderte von km hab ich im dichten Verkehr überstanden, aber ausgerechnet kurz vor Schluss passiert es dann doch.

War zwar diesmal nicht selbst schuld, aber auf dem Schaden bleib ich trotzdem sitzen.

Bis ich mein Motorrad wieder flott hatte, war der Junge schon längst weg.

 

Wenn Du denkst jetzt kanns eigentlich nicht mehr schlimmer kommen, bist hier falsch gewickelt.

Mein Navi meinte eine Abkürzung nach Kathmandu zu kennen. Folgsam wie ich nunmal bin, hab ich diese auch genommen.

War ein krasser Fehler.

Für die letzten 80 km hab ich satte 5 Stunden gebraucht.

Angefangen hat es noch ganz gut. Zwar enge Straße (eher Feldwegbreite) aber wenig Verkehr und asphaltiert.

Dann aber ging es Pässe hoch und runter und der Asphalt wurde immer brüchiger. Teilweise musste ich in Kehren anhalten um den Gegenverkehr vorbei zu lassen.

Irgenwann hört der Asphalt dann ganz auf und so bin ich doch noch viel im Staub gefahren (was ich eigentlich vermeiden wollte.

20km vor Kathmandu wurde es dann schon dunkel und die Straße eher schlimmer als besser.

Mit Visier siehst du hier gar nix. Also Visier auf und Staub schlucken.

 

Um halb acht war ich dann in Kathmandu.

Wollte die Einfahrt nach Kathmandu eigentlich filmen, aber dazu war es zu dunkel und zudem hatte ich darauf echt keinen Bock mehr.

Hab mir dann nur noch schnell ein Zimmer gesucht und nach einem Bier und Abendessen dann totmüde ins Bett gefallen.

Ich war so fertig, das mir sogar die Handgelenke weh taten. Das ist mir bisher noch nicht passiert. Konnte zum  Schluss kaum noch gas geben.

 

Egal - ich habs geschafft.

 

Morgen treff ich mich dann mit den Jungs die mein Motorrad zurück transportieren.

 

 

 

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© Stefan Leuthe